Arbeitsmaterial
Welches Material und welche Werkzeuge werden für einen Linoldruck benötigt?
Für einen Linoldruck benötigt man zwar einiges an Material und Werkzeug, die Kosten halten sich jedoch in Grenzen. Da man auch ohne Druckpresse arbeiten kann, ist der Einstieg in den Linolschnitt bereits mit geringem Budget möglich.
Die wichtigsten Werkzeuge wie Walzen und Schnitzmesser sind bereits für Einsteiger zu überschaubaren Preisen erhältlich. Natürlich kannst du dir auch professionelles Equipment zulegen, für den Einstieg ist das jedoch meist nicht notwendig.
Ähnlich verhält es sich mit den Papieren für den Linoldruck. Die Auswahl ist sehr groß, sodass man leicht den Überblick verlieren kann.
Ich habe dir daher einige Empfehlungen zusammengestellt, die sich nach meiner mehrjährigen Erfahrung besonders gut eignen, um Linoldrucke zu Hause zu drucken.
Kleine Hilfsmittel wie Kreppband, Filzstifte oder Bleistifte findest du hier.
Linoldruckfarben
Linoldruckfarben gibt es grundsätzlich in zwei Varianten: auf Öl- oder auf Wasserbasis. Für meine Drucke verwende ich ausschließlich wasserbasierte Linoldruckfarben. Diese trocknen schneller als Ölfarben, sind jedoch flüssiger und dadurch meiner Meinung nach etwas schwieriger beim Einfärben der Druckplatte.
Ein weiterer Vorteil von wasserbasierten Linoldruckfarben ist der Preis: Sie sind deutlich günstiger als Farben auf Ölbasis. Wenn du – wie in meinem Beispiel – mit Wenzhou-China-Papier oder anderem Reispapier drucken möchtest, empfehle ich dir eindeutig Farben auf Wasserbasis.
Mit Ölfarben habe ich ebenfalls schon gearbeitet, allerdings vor längerer Zeit. Bei Papieren auf Holzbasis, also klassischen Zeichen- oder Druckpapieren, erscheint mir Öldruckfarbe oft die bessere Wahl.
Als Grundausstattung empfehle ich dir folgende wasserbasierte Linoldruckfarben:
- Schwarz
- Gelb
- Rot
- Blau
Diese Farben lassen sich sehr gut miteinander mischen. Mit den drei Grundfarben plus Schwarz kannst du nahezu alle Farbtöne herstellen. Wenn du deine Farben – wie ich – auf einer Glasplatte mischst, kannst du bei jedem Druck neue Nuancen erzeugen. Dadurch wird jeder Linoldruck zu einem Unikat.
Auch hier gilt: einfach ausprobieren. Die Kombination aus wasserbasierten Linoldruckfarben und Reispapier ist nicht so teuer, dass man nicht problemlos experimentieren könnte.

